Die Gicht

allgemeine Informationen für Patienten


  • Diese schon in Ägypten bekannte Krankheit ist gekennzeichnet durch die schmerzhafte Ablagerung von im Blut erhöht vorkommender Harnsäure (Hyperurikämie) in Gelenken, Knochen (das "Zipperlein") und anderen Geweben wie Haut und Organe.
  • Sie ist teilweise vererbt und teilweise auf eine falsche Ernährung mit erhöhter Zufuhr von Purinen (Grundgerüst von Stickstoffverbindungen aller Zellen) aus tierischer Kost (v.a. Innereien) und Produkten, welche generell sehr viel Säure (z.B. Oxalsäure) enthalten (Die orthomolekulare Medizin, Übersäuerung bzw. Acidose).
  • Andererseits entsteht im Körper Harnsäure, welche sich im Blut (Das Labor) sammelt, beim "Staubsaugen" und Absterben der Zellen aus stickstoffhaltigen Substanzen (z.B. chronische bzw. krebsige Erkrankungen). Weiterhin fördern Stoffe aus Nahrung, Medikamenten und Giften diese körpereigene Bildung bzw. hemmen den entsprechenden Abbau bzw. Ausscheidung über die Niere, welche hierdurch chronisch geschädigt werden kann (Gichtniere).
  • Hier setzt die medikamentöse Therapie (Gichtmittel) an. Allerdings kommt es bei Nichteinhalten einer strenger purinarmen Kost bzw. Diät (keine Innereien, Bier usw.) gelegentlich zu einer akuten Gelenkentzündung, welche meist im großen Zeh (Podagra), Daumen (Chiragra) oder anderen Gelenken einschl. der kleinen Gelenke der Wirbelsäule als Arthritis bzw. Spond(yl)arthritis (Gelenkentzündung bzw. Arthritis, Arthrosen und Facettensyndrom) auftritt und sogar den Notarzt aus dem Bett holen kann… so schmerzhaft kann das sein. Da hilft nur das Colchizin der Herbstzeitlose!
    © 2007 - Dr. med. F. Uwe Günter   nach oben