
Geschichte der Neuraltherapie
allgemeine Informationen für Kollegen
- Die Massage, örtliche Betäubung bzw. Lokalanästhesie
- 1767 wies Bordeu in Paris und 1854 Reichert in Dorpat auf die Bedeutung des Bindegewebes bei Krankheiten hin
- 1839 erreichen Lundy, Taylor und Washington durch Einritzung von Morphin unter die Haut eine Schmerzreduktion
- 1883 wendete Koller erstmals Kokain auf Anregung von Freud zur örtlichen Betäubung bei einer Star-Operation an
- 1892 stellt Schleich Wirkung des Kokain als "beste antineuralgische Methode mit Überdauerungseffekt" vor
- 1898 beschreibt Spieß den "antientzündlichen" Effekt von Kokain
- 1905 entwickelt Einhorn bei Bayer das Produkt Novocain® (Wirkstoff: Procain) und führt es mit Ulfelder ein
- 1906 beschreibt Spieß die "Heilwirkung von Novocain® "
- 1913 prägt Pässler Begriff der Fokalerkrankung
- 1920 - 1925 infiltriert Leriché die Art. temporalis bzw. das Ganglion stellatum bei Migräne und sagt: "Das Novocain ist das unblutige Messer des Chirurgen."
- 1924 beschreibt Ricker die Relationspathologie mit zentraler Rolle des perivaskulären Sympathikus bei Reizung
- 1925 injiziert F. Huneke bei seiner Schwester versehentlich Atophanyl® mit Procain i.v. und beschreibt mit W. Huneke 1928 "unbekannte Wirkungen der Lokalanästhetika - Heilanästhesie"
- 1934 beschreibtLeriché eine "Heilung im Augenblick"
- 1940 F. und W. Huneke entdecken das "Sekundenphänomen" nach Quaddelung einer Narbe in der re. Tibia mit sofortiger Schmerzlinderung in der li. Schulter und definieren das "Störfeld"
- 1940 übersetzt Roques ein Buch vom Pawlow-Schüler Speranski ("Grundlagen der Theorie der Medizin") und gibt der Heilanästhesie den Namen "Neuraltherapie nach Huneke"
- 1948 führt Wiener Grundlagen der Kybernetik in die Medizin ein
- 1961 gibt Dosch das erste Lehrbuch für Neuraltherapie in Deutschland heraus
- 1983 betrachtet Pischinger endgültig die Zelle als morphologische Abstraktion und sieht sie ohne Milieu (Grundsubstanz) nicht als biologisch lebensfähig (Zelle-Milieu-System nach Heine)







